OCPP-Versionen – Was Sie wissen müssen

Das Open Charge Point Protocol wurde weiterentwickelt, um der zunehmenden Komplexität der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge gerecht zu werden. Die derzeit relevantesten und am weitesten verbreiteten Versionen sind OCPP 1.6, OCPP 2.0.1 und die neueste Version, OCPP 2.1.

OCPP 1.6 – Der bewährte Standard

OCPP 1.6 ist nach wie vor die weltweit am häufigsten eingesetzte Version. Sie unterstützt wichtige Funktionen wie Fernüberwachung, intelligentes Laden und Firmware-Updates und bildet damit das Rückgrat der meisten kommerziellen Ladeinfrastrukturen.

 

Nahezu alle gängigen Lademanagementsysteme (CPMS), darunter Monta, Spirii, Virta, AMPECO, Reev, ChargePanel, Vaylens und ChargeIT,support 1.6. Diese umfassende Kompatibilität macht das Protokoll zu einer zuverlässigen Grundlage für Installateure und Betreiber von Ladeinfrastruktur, die auf bewährte Interoperabilität setzen.

OCPP 2.0.1 – Verbesserte Sicherheit und Steuerung

Die im Jahr 2020 veröffentlichte Version OCPP 2.0.1 brachte gegenüber Version 1.6 wesentliche Verbesserungen mit sich. Sie bot eine verbesserte Cybersicherheit, Ereignisbenachrichtigungen und eine optimierte Geräteverwaltung – Funktionen, die insbesondere für große Netzwerke von großem Nutzen sind.

 

Zudem wurden support intelligentes Energiemanagement, die Nachverfolgung von Firmware-Versionen und eine detailliertere Fehlerdiagnose hinzugefügt. Dank dieser Funktionen ist OCPP 2.0.1 die naheliegende Wahl für Betreiber, die erweiterte Funktionen benötigen und gleichzeitig die Kompatibilität mit der bestehenden 1.6-Infrastruktur gewährleisten möchten.

 

Viele CPMS-Plattformen, darunter auch AMPECO, haben support OCPP 2.0.1 bestätigt, was eine reibungslosere Migration für wachsende Netzwerke ermöglicht.

OCPP 2.1 – Für die Zukunft des Ladens von Elektrofahrzeugen entwickelt

Die neueste Version, OCPP 2.1, wurde im April 2023 von derOpen Charge Alliance veröffentlicht. Sie baut direkt auf Version 2.0.1 auf und bietet vollständige support ISO 15118-20, den Standard, der Plug & Charge sowie die Vehicle-to-Grid-Kommunikation (V2G) ermöglicht.
Damit ist OCPP 2.1 das erste wirklich zukunftssichere Protokoll, das bidirektionales Laden, Energiehandel und dynamische Netzinteraktion unterstützt. Zudem verbessert es die Sitzungsverwaltung, die Geräteautorisierung und die Einhaltung von Cybersicherheitsstandards.
Kurz gesagt: OCPP 2.1 schlägt eine Brücke zwischen dem heutigen Laden von Elektrofahrzeugen und dem Smart-Energy-Ökosystem von morgen.

(Quelle: Open Charge Alliance, April 2023)

Die Wahl der richtigen OCPP-Version für Ihre EV-Ladeanlage

Für die meisten bestehenden Installationen ist OCPP 1.6 nach wie vor zuverlässig und weit verbreitet. Bei neuen Implementierungen, die auf langfristige Skalierbarkeit und die Einhaltung der Norm ISO 15118 abzielen, sollte jedoch OCPP 2.0.1 oder 2.1 bevorzugt werden.
Achten Sie bei der Auswahl der Hardware darauf, welche OCPP-Versionen zertifiziert sind. amina C ist für OCPP 2.0.1 ausgelegt, wobei die Vorwärtskompatibilität mit OCPP 2.1 geplant ist, sodass Ihr Ladenetzwerk mit der Branche Schritt halten kann.
Nahaufnahme der bei der Entwicklung der amina-Ladestation verwendeten Engineering-Software, die die Steuerungslogik und die Firmware-Programmierung für eine zuverlässige Ladeleistung zeigt.
Die verschiedenen OCPP-Versionen auf dem Markt können schwer zu durchschauen sein

Wie funktioniert OCPP beim Laden von Elektrofahrzeugen?

OCPP legt fest, wie der Datenfluss zwischen der EV-Ladestation und einem zentralen Managementsystem abläuft. Die Ladestation übermittelt Echtzeitdaten – wie Ladestatus, Benutzer-ID, Energieverbrauch und Fehlercodes – an das CPMS, das diese anschließend auswertet und den Betrieb aus der Ferne steuert.

Über diesen Link können Betreiber:
  • Ladestatus in Echtzeit überwachen
  • Firmware-Updates drahtlos bereitstellen
  • Fehler diagnostizieren und Ladegeräte aus der Ferne neu starten
  • Energieverbrauch dynamisch steuern
Dieses Kommunikationsrückgrat sorgt dafür, dass Netzwerke stabil, kosteneffizient und wartungsfreundlich sind.

Die wichtigsten Merkmale von OCPP

  • Firmware-Updates und Diagnosen per Fernzugriff
  • Echtzeit-Statusüberwachung
  • Intelligentes Laden und dynamischer Lastausgleich
  • Benutzerauthentifizierung (RFID, App oder Plug & Charge)
  • Sichere Datenverschlüsselung und Protokollierung
  • Ereignisgesteuerte Kommunikation für eine höhere Verfügbarkeit

Warum OCPP wichtig ist

OCPP kommt jedem Glied der Lade-Kette für Elektrofahrzeuge zugute:
  • Installateure profitieren von einer einfacheren Einrichtung und einer breiteren Kompatibilität.
  • Wiederverkäufer sichern ihre Hardware-Investitionen durch offene Standards ab.
  • CPOs und CPMS-Anbieter verwalten markenübergreifende Ladestationsnetzwerke über eine einzige Plattform.
  • Energieversorger integrieren Ladestationen in umfassendere Demand-Response-Systeme.
Dadurch bleibt das Ökosystem offen und eine Anbieterabhängigkeit wird vermieden.

Die Vorteile von OCPP für Installateure

OCPP-konforme Ladegeräte vereinfachen die Installation, Konfiguration und Wartung. Installateure können die Hardware an jede kompatible Verwaltungsplattform anschließen, was Zeit bei der Einrichtung spart und sicherstellt, dass das System erweitert werden kann, ohne dass physische Ladegeräte ausgetauscht werden müssen.

 

Zukunftssichere EV-Ladegeräte mit OCPP 2.1

OCPP 2.1 ermöglicht eine vollständige Integration nach ISO 15118-20 und eröffnet damit Funktionen wie „Plug & Charge“ und „Vehicle-to-Everything“ (V2X). Damit sind Ladestationen für die Zukunft gerüstet, da Energiesysteme immer stärker vernetzt werden und Fahrzeuge zunehmend am Netzausgleich mitwirken.

Durch den Einsatz von OCPP 2.1-kompatibler Hardware sichern Wiederverkäufer und CPOs einen langfristigen Mehrwert und die Einhaltung künftiger europäischer Vorschriften für intelligentes Laden und Cybersicherheit.

OCPP und die Rolle von CPMS

Moderne CPMS-Plattformen bilden das operative Herzstück von Ladenetzwerken.

Systeme wie Monta, Spirii, AMPECO, Reev und Virta sind bereits heute mit OCPP 1.6 kompatibel, während einige – darunter AMPECO – bereits die Integration von OCPP 2.0.1 umgesetzt und Pläne fürsupport OCPP 2.1 angekündigt haben,support die Zertifizierung voranschreitet.

Diese Systeme ermöglichen es den Bedienern:
  • Ladegeräte verschiedener Hersteller verwalten
  • Abrechnungsdaten und Umsätze analysieren
  • Preis-, Zugangs- und Energielimits festlegen
  • Integration mit Zahlungs- und Abrechnungs-APIs

Kosteneinsparungspotenzial durch OCPP-fähige Ladegeräte

OCPP senkt die Betriebskosten durch Fernverwaltung, vorausschauende Wartung und intelligentere Laststeuerung.
Zum Beispiel:
  • Durch Fernaktualisierungen entfallen Besuche vor Ort.
  • Die Live-Überwachung minimiert Ausfallzeiten.
  • Der dynamische Lastausgleich optimiert die Energiekosten.
Zusammen senken sie die Gesamtbetriebskosten und steigern gleichzeitig die Netzwerkeffizienz.

Gibt es Einschränkungen bei OCPP?

OCPP bietet zwar Flexibilität, doch die Qualität der Umsetzung kann variieren. Kompatibilität ist nur dann gewährleistet, wenn sowohl das Ladegerät als auch die Verwaltungsplattform nach derselben Version zertifiziert sind.
Um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, sollten Sie stets OCPP-zertifizierte Hardware wählen und sicherstellen, dass Ihr CPMS die gewünschte Version (1.6, 2.0.1 oder 2.1) unterstützt.

Häufig gestellte Fragen zu OCPP beim Laden von Elektrofahrzeugen

Wie funktioniert OCPP in einer Ladeanlage für Elektrofahrzeuge?

OCPP legt fest, wie ein Ladegerät mit seinem Managementsystem kommuniziert, und ermöglicht so Fernsteuerung, Datenüberwachung und Updates.

Warum ist OCPP für Ladestationen für Elektrofahrzeuge wichtig?

Es gewährleistet Interoperabilität und Skalierbarkeit und ermöglicht so die Zusammenarbeit verschiedener Hardware- und Softwareanbieter.

Welche Vorteile bietet OCPP für Installateure?

Es vereinfacht die Einrichtung, verkürzt die Installationszeit und bietet Flexibilität bei der Auswahl der CPMS-Anbieter.

Was ist neu in OCPP 2.1?

OCPP 2.1 bietet nun support die Norm ISO 15118-20 in Bezug auf Plug & Charge und V2G und macht damit die Ladesysteme für Elektrofahrzeuge zukunftssicher.

Welche CPMS-Plattformen support 1.6 oder höher?

Plattformen wie Monta, Spirii, Virta, AMPECO, Reev, ChargePanel, Vaylens und ChargeITsupport 1.6. AMPECO unterstützt öffentlich OCPP 2.0.1 und arbeitet derzeit an der Zertifizierung für OCPP 2.1.