OCPP erklärt: Der offene Standard für EV-Ladenetzwerke
Die OCPP-Versionen (Open Charge Point Protocol) für das Laden von Elektrofahrzeugen definieren den Kommunikationsstandard, der einen zuverlässigen Datenaustausch zwischen Ladegeräten und zentralen Managementsystemen ermöglicht. OCPP gewährleistet die Interoperabilität zwischen verschiedenen Herstellern und ermöglicht so die Skalierung von Netzwerken, ohne dass Betreiber an einen einzigen Anbieter gebunden sind.
Für Betreiber, Installateure und Wiederverkäufer bieten die OCPP-Standards für Ladesysteme eine gemeinsame Sprache, die die Integration, Fernverwaltung und den Datenaustausch im gesamten Ökosystem der Elektromobilität vereinfacht.
OCPP-Versionen – Was Sie wissen müssen
OCPP 1.6 – Der bewährte Standard
OCPP 2.0.1 – Verbesserte Sicherheit und Steuerung
OCPP 2.1 – Für die Zukunft des Ladens von Elektrofahrzeugen entwickelt
(Quelle: Open Charge Alliance, April 2023)
Die Wahl der richtigen OCPP-Version für Ihre EV-Ladeanlage
Wie funktioniert OCPP beim Laden von Elektrofahrzeugen?
OCPP legt fest, wie der Datenfluss zwischen der EV-Ladestation und einem zentralen Managementsystem abläuft. Die Ladestation übermittelt Echtzeitdaten – wie Ladestatus, Benutzer-ID, Energieverbrauch und Fehlercodes – an das CPMS, das diese anschließend auswertet und den Betrieb aus der Ferne steuert.
- Ladestatus in Echtzeit überwachen
- Firmware-Updates drahtlos bereitstellen
- Fehler diagnostizieren und Ladegeräte aus der Ferne neu starten
- Energieverbrauch dynamisch steuern
Die wichtigsten Merkmale von OCPP
- Firmware-Updates und Diagnosen per Fernzugriff
- Echtzeit-Statusüberwachung
- Intelligentes Laden und dynamischer Lastausgleich
- Benutzerauthentifizierung (RFID, App oder Plug & Charge)
- Sichere Datenverschlüsselung und Protokollierung
- Ereignisgesteuerte Kommunikation für eine höhere Verfügbarkeit
Warum OCPP wichtig ist
- Installateure profitieren von einer einfacheren Einrichtung und einer breiteren Kompatibilität.
- Wiederverkäufer sichern ihre Hardware-Investitionen durch offene Standards ab.
- CPOs und CPMS-Anbieter verwalten markenübergreifende Ladestationsnetzwerke über eine einzige Plattform.
- Energieversorger integrieren Ladestationen in umfassendere Demand-Response-Systeme.
Die Vorteile von OCPP für Installateure
OCPP-konforme Ladegeräte vereinfachen die Installation, Konfiguration und Wartung. Installateure können die Hardware an jede kompatible Verwaltungsplattform anschließen, was Zeit bei der Einrichtung spart und sicherstellt, dass das System erweitert werden kann, ohne dass physische Ladegeräte ausgetauscht werden müssen.
Zukunftssichere EV-Ladegeräte mit OCPP 2.1
OCPP 2.1 ermöglicht eine vollständige Integration nach ISO 15118-20 und eröffnet damit Funktionen wie „Plug & Charge“ und „Vehicle-to-Everything“ (V2X). Damit sind Ladestationen für die Zukunft gerüstet, da Energiesysteme immer stärker vernetzt werden und Fahrzeuge zunehmend am Netzausgleich mitwirken.
OCPP und die Rolle von CPMS
Systeme wie Monta, Spirii, AMPECO, Reev und Virta sind bereits heute mit OCPP 1.6 kompatibel, während einige – darunter AMPECO – bereits die Integration von OCPP 2.0.1 umgesetzt und Pläne fürsupport OCPP 2.1 angekündigt haben,support die Zertifizierung voranschreitet.
- Ladegeräte verschiedener Hersteller verwalten
- Abrechnungsdaten und Umsätze analysieren
- Preis-, Zugangs- und Energielimits festlegen
- Integration mit Zahlungs- und Abrechnungs-APIs
Kosteneinsparungspotenzial durch OCPP-fähige Ladegeräte
- Durch Fernaktualisierungen entfallen Besuche vor Ort.
- Die Live-Überwachung minimiert Ausfallzeiten.
- Der dynamische Lastausgleich optimiert die Energiekosten.