Was die Fernüberwachung von E-Auto-Ladestationen zeigt

Die Überwachung von E-Auto-Ladestationen bietet dem Betreiber über ein Ladestationsmanagementsystem (CPMS) einen aktuellen Überblick über jede angeschlossene Ladestation. Die Plattform zeigt an, ob eine Ladestation online, verfügbar, im Ladevorgang oder defekt ist, und liefert zudem Informationen zu aktiven Ladevorgängen, Energieverbrauchswerten, Firmware sowie den jüngsten Ereignissen.

Die Verbindung ist in der Regel kontinuierlich und nicht auf eine einmalige Statusabfrage beschränkt. In einer OCPP-Umgebung tauscht das Ladegerät über seine Netzwerkverbindung Nachrichten mit dem CPMS aus. Die Verwaltungsplattform speichert diese Nachrichten, wendet Warnregeln an und leitet sie an support weiter.

Wie ein Ladegerät seinen Zustand meldet

Die Bezeichnungen der Meldungen variieren je nach OCPP-Version, doch die Daten umfassen in der Regel die Ladegerät-ID, Boot- und Heartbeat-Meldungen, den Status der Steckverbindung, Transaktionsereignisse, Zählerstände und Fehlerinformationen. Zusammen geben diese Datensätze Aufschluss über vier praktische Fragen: Wann war das Ladegerät zuletzt online, was hat es gerade getan, was hat sich geändert und waren Nutzer davon betroffen?

Eine Plattform kann zudem Meldungen von Ladestationen mit Konnektivitätsdaten, Maßnahmen des Betreibers und Kundenmeldungen kombinieren. Diese Quellen sollten getrennt behandelt werden. Eine nicht funktionsfähige Ladestation, eine abgelehnte RFID-Karte und ein elektrischer Fehler können alle den Ladevorgang verhindern, erfordern jedoch unterschiedliche Reaktionen.

Wie die Ferndiagnose die Fehlersuche eingrenzt

Eine gute Diagnose beginnt mit einem Zeitfenster. Der Bediener überprüft den letzten erfolgreichen Heartbeat oder die letzte erfolgreiche Meldung, Verbindungsabbrüche, Statusänderungen, Fehlercodes, Sitzungsereignisse sowie kürzlich vorgenommene Konfigurations- oder Firmware-Änderungen. Wiederholte Fehler an einem Standort können auf Probleme mit der Konnektivität oder der Stromversorgung hindeuten; ein wiederkehrender Fehler am Ladegerät kann auf ein Problem mit dem Gerät oder der Installation hinweisen.

Fehlercodes sind Hinweise, aber nicht immer eine vollständige Reparaturanleitung. Ein Fernteam kann zwar die wahrscheinliche Ursache bestätigen, doch bei Isolierungen, Verkabelungen, beschädigten Bauteilen und einigen sporadisch auftretenden Fehlern ist nach wie vor eine fachkundige Person vor Ort erforderlich.

Was Betreiber aus der Ferne tun können

Je nach Ladegerät, Firmware, OCPP-Funktionen und CPMS-Berechtigungen kann ein Bediener möglicherweise folgende Aktionen ausführen:

  • eine Sitzung starten oder beenden;
  • aktuelle Status- oder Konfigurationsdaten anfordern;
  • eine genehmigte Einstellung oder ein Ladelimit ändern;
  • das Ladegerät zurücksetzen;
  • ein Firmware-Update auslösen und dessen Verlauf verfolgen; und
  • Protokolle oder andere Diagnosedaten erfassen.

Ein Reset kann einen vorübergehenden Softwarefehler beheben, sollte jedoch nicht als Allheilmittel betrachtet werden. Jede Fernsteuerung erfordert eine Zugriffskontrolle und einen Prüfpfad, insbesondere wenn dadurch ein Ladevorgang unterbrochen werden kann.

So funktioniert das mit amina charging

Der CSMS-Integrationsleitfaden von amina beschreibt eine direkte Verbindung von der Ladestation zum vom Betreiber gewählten CSMS, ohne dass dabei eine proprietäre amina-Cloud zwischengeschaltet ist. Die Ladestation meldet Daten über das lokale OCPP 1.6J, während das CPMS die Überwachungsschnittstelle und den Betriebsablauf bereitstellt.

Der OCPP-Fehlerbehebungsleitfaden von amina empfiehlt, zunächst die LED des Ladegeräts zu überprüfen und anschließend die CPMS-Protokolle auf Statusmeldungen, Startmeldungen, Fehler, den Verbindungsverlauf, Konfigurationsänderungen und Transaktionsereignisse zu überprüfen. In separaten Referenzdokumenten sind die verfügbaren Messwerte und die gemeldeten Fehlercodes aufgeführt.

Was ein Überwachungsprozess nachweisen sollte

Testen Sie vor der Einführung Warnmeldungen, Berechtigungen, Fernbefehle, Verbindungsabbrüche, in der Warteschlange befindliche Datensätze, Firmware-Updates und die Eskalation an den Außendienst unter Verwendung des tatsächlichen Ladegeräts und der CPMS-Kopplung. Messen Sie die Erkennungs- und Wiederherstellungszeiten, prüfen Sie aber auch, ob die gewonnenen Erkenntnisse dazu beitragen, dass ein Techniker mit den richtigen Fachkenntnissen und Ersatzteilen vor Ort eintrifft. Die Fernüberwachung verringert Unsicherheiten; sie ersetzt jedoch nicht die Notwendigkeit einer sicheren Vor-Ort-Überprüfung.