Das Ladegerät funktioniert. Das Signal jedoch nicht.
Viele Ladestationen für Elektrofahrzeuge versagen an derselben Stelle: im Keller, wo kein Mobilfunkempfang vorhanden ist, um sie zu betreiben. amina hat eine Zusammenarbeit mit Nextivity, Tura Scandinavia und den Ladestationsbetreibern Laddel und Current begonnen, um das Laden und die Netzabdeckung als ein einziges Projekt statt als vier separate Aufgaben zu lösen.
Warum Ladegeräte ausfallen, wenn kein Signal vorhanden ist
Die meisten modernen Ladestationen für Elektrofahrzeuge sind nur so gut wie ihre Anbindung. Sie basieren auf OCPP, dem offenen Protokoll, über das eine Ladestation mit der sie verwaltenden Software kommunizieren kann. OCPP benötigt ein Netzwerk. Ein Netzwerk benötigt ein Signal. Und genau dieses Signal fehlt oft in mehrstöckigen Parkhäusern aus Beton oder in Tiefgaragen.
Ein Ladegerät ohne Internetverbindung kann in der Regel dennoch Strom liefern. Was es jedoch nicht kann, ist eine Ladesitzung zu melden, einen Tarif anzuwenden, dem richtigen Bewohner die Kosten in Rechnung zu stellen oder sortiert zu werden, ohne dass jemand vor Ort fährt. Bei einem Haus mit eigenem Router kommt dies selten vor. Bei einem Mehrfamilienhaus oder einem Geschäftsgebäude tritt dieses Problem jedoch ständig auf.
Was die Partnerschaft bewirkt
amina hat eine Zusammenarbeit mit vier Unternehmen begonnen, um diese Lücke zu schließen. Nextivity liefert CEL-FI, ein von den Mobilfunknetzen zugelassenes und netzwerksicheres System zur Verbesserung der Mobilfunkabdeckung in Innenräumen, das 4G- und 5G-Empfang in jene Bereiche eines Gebäudes bringt, in denen das Signal normalerweise ausfällt. Tura Scandinavia kümmert sich um den Vertrieb, die lokale Präsenz sowie die technischen Aspekte der Spezifizierung und Installation der Geräte. Die Ladestationsbetreiber Laddel & Current übernehmen die Projektabwicklung, sodass die Arbeiten tatsächlich vor Ort umgesetzt werden. amina liefert die Ladegeräte.
Es geht nicht um vier Logos auf einer Folie. Es geht darum, dass ein Immobilienbesitzer die Abrechnung und die Netzabdeckung als ein einziges Projekt von Parteien erhalten kann, die sich darauf geeinigt haben, wie die einzelnen Teile zusammenpassen – statt vier separater Verträge und einer Runde gegenseitiger Schuldzuweisungen, sobald zum ersten Mal etwas aus dem Netz fällt.
Lademöglichkeiten und Mobilfunkempfang werden oft als zwei separate Probleme dargestellt. In der Praxis sind sie jedoch ein und dasselbe.Ole Martin Dahl, Chief Operating Officer bei amina
Mobilfunkabdeckung in Innenräumen – von Grund auf integriert statt nachträglich angefügt
Es handelt sich hierbei vorerst um eine informelle Partnerschaft, und das ist bewusst so gewollt. Das dahinterstehende Problem ist jedoch keineswegs informell. Von Gebäuden wird zunehmend erwartet, dass sie Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge bereitstellen, während die Bewohner gleichzeitig erwarten, dass ihr Handy in der Garage funktioniert – und diese beiden Bereiche wurden lange Zeit von unterschiedlichen Gewerken betreut, die kaum miteinander kommunizierten. Beides von Anfang an gemeinsam zu regeln, ist einfach die sinnvollste Vorgehensweise.