V2G vs. V2H vs. V2B vs. V2X: Worin besteht der Unterschied?

Der Unterschied liegt darin, wohin die Energie aus der Batterie des Elektrofahrzeugs fließt. Bei V2G wird Energie ins öffentliche Stromnetz eingespeist, bei V2H wird ein Haushalt versorgt und bei V2B ein größeres Gebäude oder Gelände. V2X ist der Oberbegriff für all diese bidirektionalen Anwendungsmöglichkeiten.

 

Der britische Aktionsplan für intelligentes Laden von Elektrofahrzeugen verwendet dieselbe Unterscheidung: Das „X“ kann ein Haushalt, ein Gebäude oder das Stromnetz sein.

Was ist V2G?

Beim „Vehicle-to-Grid“-Konzept wird Strom über die Grundstücksgrenze hinaus in das öffentliche Netz eingespeist. In der Regel koordiniert ein Energieversorger, Aggregator oder Flexibilitätsanbieter, wann die teilnehmenden Fahrzeuge laden und entladen.

V2G kann support oder durch einen Energiedienst Einnahmen generieren, doch die Vergütung erfolgt nicht automatisch. Der Fahrzeughalter benötigt einen berechtigten Dienst, geeignete Messgeräte, eine Einspeisevereinbarung sowie gegebenenfalls die erforderliche Netzgenehmigung.

Was ist V2H?

Bei „Vehicle-to-Home“ wird die Batterie des Elektrofahrzeugs hinter dem Stromzähler zur Versorgung eines Haushalts genutzt. Dadurch lassen sich in Zeiten mit hohen Strompreisen die Bezugsmengen aus dem Netz reduzieren, mehr gespeicherte solar nutzen oder Notstrom bereitstellen.

Die Notstromversorgung ist eine separate Funktion. Die Anlage muss sich sicher vom öffentlichen Stromnetz trennen und steuern, welche Stromkreise weiterhin mit Strom versorgt werden. „Bidirektional“ bedeutet nicht zwangsläufig eine Notstromversorgung für das gesamte Haus.

Was ist V2B?

Beim „Vehicle-to-Building“-Konzept wird dieses Prinzip auf einen Arbeitsplatz, ein Depot, ein Mehrfamilienhaus oder ein Gewerbegebiet übertragen. Ein einzelnes Fahrzeug oder eine ganze Flotte könnte den Spitzenbedarf senken, mehr solar lokalen solar nutzen solar ausgewählte Verbraucher versorgen.

Für V2B ist in der Regel ein Gebäude- oder Energiemanagementsystem erforderlich. Die Verfügbarkeit der Fahrzeuge spielt nach wie vor eine Rolle. Eine Flotte muss Transportaufträge erfüllen.

Was ist V2X?

„Vehicle-to-Everything“ ist der übergeordnete Begriff für die Energieabgabe durch ein Fahrzeug. Er umfasst auch „Vehicle-to-Load“ (V2L) für Elektrogeräte und „Vehicle-to-Vehicle“ (V2V) für ein anderes Elektrofahrzeug. Diese Anwendungsfälle basieren nicht auf einem gemeinsamen Hardware-Design, einer gemeinsamen Verbindung oder einer gemeinsamen Berechtigung.

Was ist für jedes bidirektionale System erforderlich?

  • ein Elektrofahrzeug, bei dem Energie aus der Batterie abgegeben werden kann;
  • Bidirektionale Umwandlung im Ladegerät oder im Fahrzeug, je nach Wechselstrom- oder Gleichstromausführung;
  • kompatible Kommunikation zwischen Elektrofahrzeug und Ladestation;
  • ein CPMS, ein Energiemanagementsystem oder ein Aggregator, der in der Lage ist, die bestimmungsgemäße Nutzung zu steuern; und
  • geeignete Mess-, Schutz- und Anschlussgenehmigungen sowie vertragliche Vereinbarungen.

ISO 15118-20 definiert Nachrichten und Abläufe für die bidirektionale Datenübertragung zwischen Elektrofahrzeug (EV) und Ladestation (EVSE). Die Norm sieht weder die Bereitstellung eines Wechselrichters noch den Betrieb eines Energiemarktes noch die Erteilung einer Einspeisegenehmigung vor. OCPP 2.1 kann entsprechende Funktionen zwischen Ladegerät und Managementsystem übernehmen.

Welches Label passt zu welchem Anwendungsfall?

  • V2H bezeichnet den Eigenverbrauch im Haushalt, die Tarifoptimierung oder die unterstützte Notstromversorgung.
  • V2B bezeichnet die Energieversorgung eines gewerblichen oder gemeinsam genutzten Standorts durch Fahrzeuge unter lokaler Steuerung.
  • V2G bezeichnet Energie oder Flexibilität, die über einen zugelassenen Dienst in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird.
  • V2X deckt die gesamte Kategorie oder mehrere Ziele ab.

Eine Anlage kann zwar support Betriebsmodi support , doch ein Etikett allein reicht nicht aus, um dies zu belegen. Fragen Sie nach, welche Ziele, Lademodi, Fahrzeuge, Firmware-Versionen und Betriebsvorschriften getestet wurden.

Wie Regulierung und Amina-Hardware zusammenpassen

AFIR schreibt nicht vor, dass jede Ladestation V2G-Fähigkeit bieten muss. Ab dem 1. Januar 2027 gelten gemäß den technischen Spezifikationen die Anforderungen der Norm EN ISO 15118-20 für neue oder sanierte öffentliche Wechselstrom- und Gleichstrom-Ladestationen sowie für private Ladestationen der Modi 3 und 4. Für die Rückspeisung ist weiterhin der Rest des Systems erforderlich.

 

amina C2 und amina M2 sind AC-Plattformen, deren Hardware für ISO 15118-20 und bidirektionales Laden ausgelegt ist. M2 bietet zudem MID-zertifizierte Messung, Ethernet, Modbus RTU und lokalen Lastausgleich. Damit bleibt ein Upgrade-Pfad offen; das Gerät bietet von sich aus keine aktiven V2H-, V2B- oder V2G-Dienste an.